Alternative Finanzierungskonzepte für KMU’s

«Banking is necessary, banks are not» Bill Gates

Trotz der tiefen Zinsen fehlt vielen mittelständischen Unternehmen das Kapital für Wachstum. Ursachen sind die seit der Finanzkrise gestiegenen regulatorischen Anforderungen an die Banken und ein zu geringes Eigenkapital. Das ist laut jüngsten Studien auch der häufigste Grund, warum ein Kredit nicht gewährt oder nicht aufgestockt wird. Demgegenüber stehen die zum Teil enormen Summen, die Start-ups nur auf Basis ihres Geschäftsmodells mit viel Phantasie von Investoren einwerben. So sammelte die Bancor Stiftung im letzten Jahr 153 Mio. US-Dollar über die Ausgabe einer virtuellen Währung (ICO) auf Basis der Blockchain-Technologie ein.

Neben diesen jüngsten Finanzierungsmodellen, stehen KMU’s eine Reihe von bewährten Konzepten offen, die allerdings noch viel zu selten genutzt werden. Alternative Finanzierungsmethoden, die beispielsweise auf Crowdfunding-Konzepten aufsetzen, können das Eigenkapital stärken, ohne die Kontrolle oder Anteile am Eigentum aufzugeben. Das gleiche gilt für Mezzaninekapital. Dadurch entsteht Spielraum, der das Kreditvolumen erhöhen oder die Abhängigkeit von Banken verringern kann.

Viele dieser Methoden bieten auch eine wesentlich höhere Flexibilität als der reguläre Bankkredit. Anforderungen an Sicherheiten sinken oder entfallen ganz. Gezielt eingesetzt, baut der Unternehmer damit seine eigene «Community» für die Finanzierung auf, verschafft sich den direkten Zugang zu Investoren und den Finanzmärkten und reduziert seine Finanzierungskosten und Risiken. Die Zeit der tiefen Zinsen sollte jetzt genutzt werden, um sich ein Polster für schwierigere Zeiten aufzubauen.

Über den Autor: Mario Praschil, Familiy Office Network Experte für Finanzstrategie und Family Office Services

 

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